Hannes darf nur zuschauen

4. Dezember 2009 – 09:21

Es ist schon fast eine Woche her, als Hannes mit auf die Kartbahn durfte. Wir hatten die gesamte Bahn für geschlagene 90min gemietet. 10min Warm-Up, 10min Qualifying, 60min Rennen – zu einem unschlagbar günstigen Preis von nur knappen 40€. Der Preis kann allerdings nur in der Nacht gemacht werden, sodass wir erst um 24Uhr von Samstag auf Sonntag starten durften. Hannes musste sich am Samstag also nochmals ordentlich ausruhen und hat – soweit ich mich erinnern kann – seinen ersten Mittagsschlaf gehalten.
Kaum waren wir gegen 23Uhr an der Strecke angekommen, musste Hannes die Bahn begutachten.

Er wäre so gerne mitgefahren, aber die Karts waren einfach zu groß für ihn. Selbst als wir die Pedale verstellt hatten – es ging nicht. Hannes hat sich dann getrollt und beleidigt in die Ecke verzogen. An diesem Abend habe ich ihn das letzte mal bei den Wertsachen gesehen. Ich hoffe er hat kein Durcheinander gemacht während wird auf der Strecke waren.

Auch wenn es Hannes, da er nicht selbst fahren durfte, nicht zugeben möchte, war es wohl interessant so ein Rennen zu beobachten.

Wer möchte Hannes eigentlich als nächstes seine Arbeitswelt zeigen? Kommentare einfach unter diesen Artikel. Wenn es niemanden gibt, vielleicht möchte Hannes’ Ziehmutter ihren Schützling gerne wieder einmal sehen?

Hannes unterwegs am Institut

2. Dezember 2009 – 11:32

Endlich läuft der Server wieder. Entschuldigt bitte, dass der Server ausgerechnet während Hannes’ Besuch ausfällt. Die letzten Jahre ist er einwandfrei gelaufen!

Jetzt kann auch ich endlich wieder Beiträge schreiben.

Ich arbeite ja an der Universität am Institut für Automatisierungstechnik. Für Studenten halten wir einige Versuche vor, immerhin soll das Wissen frühzeitig angewendet werden. Dazu haben wir hier einige Versuchsaufbauten für diverse Praktika. Andere Aufbauten dienen Forschungszwecken.
Hannes hatte mich gefragt, ob ich ihm diese zeigen könnte: Kein Problem.

Ich bin gleich zu einem der neuesten Versuche gegangen, welcher auch gerade in Betrieb war. Das ist unser inverses Doppelpendel.

Die beiden Stäbe sind über eine Gelenkwelle miteinander verbunden. Die Regelung kann, wie auf dem Bild zu sehen, diese beiden Stäbe übereinander halten. Für uns Menschen ist es schon schwer, einen Besen auf dem Finger zu balancieren, jetzt stellt euch mal zwei Besen übereinander vor …

Weiter ging es zu unserem 3-Massen-Schweinger und einer Sortieranlage in Spielzeuggröße, beides weniger spektakulär, als Automatisierungstechniker kommt man da aber nicht drum herum.

Hier haben wir noch einen Schwebekörper, das Ding, was wie eine Atomreaktorkuppel. Der Klotz kann wirklich schweben – vorausgesetzt der Versuch ist eingeschaltet.

In einem anderen Labor haben wir eher Versuche, die Forschungszwecken dienen. Da wäre zum einen ein zweites inverses Pendel, diesmal ein einfaches. Sogar mit Fernsteuerung zur Vorgabe der Position auf dem Schlitten.
Dann noch einen Parallelroboter und einen stationären Quadrokopter.

Eigentlich haben wir auch noch einen echten, großen Quadrokopter, der ganz alleine von Punkt zu Punkt fliegen kann, wobei daran die Elektronik umgebaut wird. Aus vielen kleinen einzelnen Boards wird ein großes mit deutlich mehr Rechenleistung. Ein Bild habe ich leider nicht. Bestimmt wäre Hannes gerne mal eine Runde mitgeflogen.

Am Ende unserer Tour hat er sich noch in unseren Schränken umgeschaut und die Drosselklappensammlung gefunden. Ja, wir forschen auch an so “alten” Teilen wie Drosselklappen. Die gibt es schon seit der Erfindung des Ottomotors. Neuerdings haben übrigens auch Dieselmotoren Drosselklappen verbaut.

Nach diesem kleinen Rundgang sind wir nach Hause gefahren. Ich glaube, es hat ihm gefallen.

Hannes in der UNI

27. November 2009 – 16:37

Die letzte Nacht durfte Hannes ganz alleine in der Uni übernachten. Es hat sich bis jetzt noch niemand beschwert, er muss also brav gewesen sein über die Nacht.
Später werde ich ihn hier am Institut noch ein wenig herumführen und ihm einige spannende Versuchsaufbauten für Praktika oder für Forschungszwecke zeigen.
Bis dahin darf er sich noch ein bisschen bilden und meine kleine Büchersammlung durchstöbern. Ich muss noch ein wenig arbeiten.

Ach, und telefonieren mag er wohl auch.

Je nachdem wie Hannes morgen drauf ist, darf er morgen lange wachbleiben. Denn es geht mal wieder Kartfahren – 90min lang im Kreis!

Hannes ist da

26. November 2009 – 13:47

Hannes, das kleine Schaaf ist da.
Eigentlich war er schon am Montag im Odenwald, musste aber noch eine Nacht im Postzentrum verbringen.
Am Dienstag schließlich hat er den Weg zu uns nach Hause gefunden und artig bis zum Abend auf mich gewartet. Kaum war ich zu Hause, ist mir ein Päckchen entgegen gesprungen und lag da so vor meinen Füßen

Nachdem ich ihn befreit hatte, schaute er mich mit großen Augen an …

… um seine Aufmerksamkeit wenig später dem kleinen Eisbären zu schenken. Unverschämt, ich dachte, ich sei der Mann in seinem Mittelpunkt. Immerhin hat er die Fressalien auf der langen Reise nicht alleine gefuttert. Die sind nämlich mir, vielen lieben Dank rebel!

Nun ja, kaum war er kurz beim Eisbär, waren schon wieder andere Dinge in der Wohnung viel interessanter, wie zum Beispiel Carl, der Löwe, alias Die Sphinx. Sie kommt im Ein-Mann-Theater “Ödipus” von Bodo Wartke vor. Dort spielt Carl die Sphinx, welche vor den Toren Thebens auf ahnungslose Opfer wartet. Wer nach Theben will, muss an ihr vorbei und ein Rätsel lösen. Wer das Rätsel nicht lösen kann, hat ein echtes Problem – der wird nämlich gefressen!

Aber kaum lässt man die beiden Kurz alleine, stellt die Sphinx, also Carl, dem Schaaf doch tatsächlich ein Rätsel, das Schaaf, noch müde von der langen Reise, kann sie nicht beantworten und schon:

Es hat einiges an Überzeugungsarbeit gebraucht, doch ich konnte der Sphinx schließlich klar machen, dass Hannes die nächsten Tage zu uns gehört.
Und schon waren sie beste Freunde

Hannes war in unserer kleinen Wohnung noch ein bisschen auf Entdeckungstour, hat einen zweidimensionalen Artgenossen entdeckt

und weitere Mitbewohner, die Hannes’ Neugier jedoch nicht teilten.

Nach der Entdeckungstour habe ich mir endlich etwas zu Essen geholt und prompt war er wieder bei mir.

Also hieß es nochmals Überzeugungsarbeit leisten. Jetzt aber an Hannes, denn füttern darf ich den nicht. Hat ja auch genug auf den Rippen der Kleine, kommt ganz nach mir.

Irgendwann hat sich das Schaaf dann einfach so verdrückt. War ja auch ein anstrengender Abend, immerhin wurde er fast von Carl, der sich mal wieder für die Sphinx hielt, verschlungen.

Hannes kommt

20. November 2009 – 10:23

Hallo, kennt ihr Hannes, das kleine Schaaf? Nein? Dann schaut euch mal den Artikel an. Das Schaaf ist schon viel in Deutschland rumgekommen und wird in den kommenden Tagen bei mir im Odenwald eintreffen. rebel wird ihn auf die Reise schicken.
Mal sehen, was wir mit dem Hammel unternehmen, es wird in jedem Fall einen Rundgang durch das Institut geben und wenn das Wetter gut ist, werden wir auch eine kleine Tour mit dem Fahrrad machen, vielleicht auf den Spuren der Römer. Aber das wird sich noch zeigen.