Hannes unterwegs am Institut

2. Dezember 2009 – 11:32

Endlich läuft der Server wieder. Entschuldigt bitte, dass der Server ausgerechnet während Hannes’ Besuch ausfällt. Die letzten Jahre ist er einwandfrei gelaufen!

Jetzt kann auch ich endlich wieder Beiträge schreiben.

Ich arbeite ja an der Universität am Institut für Automatisierungstechnik. Für Studenten halten wir einige Versuche vor, immerhin soll das Wissen frühzeitig angewendet werden. Dazu haben wir hier einige Versuchsaufbauten für diverse Praktika. Andere Aufbauten dienen Forschungszwecken.
Hannes hatte mich gefragt, ob ich ihm diese zeigen könnte: Kein Problem.

Ich bin gleich zu einem der neuesten Versuche gegangen, welcher auch gerade in Betrieb war. Das ist unser inverses Doppelpendel.

Die beiden Stäbe sind über eine Gelenkwelle miteinander verbunden. Die Regelung kann, wie auf dem Bild zu sehen, diese beiden Stäbe übereinander halten. Für uns Menschen ist es schon schwer, einen Besen auf dem Finger zu balancieren, jetzt stellt euch mal zwei Besen übereinander vor …

Weiter ging es zu unserem 3-Massen-Schweinger und einer Sortieranlage in Spielzeuggröße, beides weniger spektakulär, als Automatisierungstechniker kommt man da aber nicht drum herum.

Hier haben wir noch einen Schwebekörper, das Ding, was wie eine Atomreaktorkuppel. Der Klotz kann wirklich schweben – vorausgesetzt der Versuch ist eingeschaltet.

In einem anderen Labor haben wir eher Versuche, die Forschungszwecken dienen. Da wäre zum einen ein zweites inverses Pendel, diesmal ein einfaches. Sogar mit Fernsteuerung zur Vorgabe der Position auf dem Schlitten.
Dann noch einen Parallelroboter und einen stationären Quadrokopter.

Eigentlich haben wir auch noch einen echten, großen Quadrokopter, der ganz alleine von Punkt zu Punkt fliegen kann, wobei daran die Elektronik umgebaut wird. Aus vielen kleinen einzelnen Boards wird ein großes mit deutlich mehr Rechenleistung. Ein Bild habe ich leider nicht. Bestimmt wäre Hannes gerne mal eine Runde mitgeflogen.

Am Ende unserer Tour hat er sich noch in unseren Schränken umgeschaut und die Drosselklappensammlung gefunden. Ja, wir forschen auch an so “alten” Teilen wie Drosselklappen. Die gibt es schon seit der Erfindung des Ottomotors. Neuerdings haben übrigens auch Dieselmotoren Drosselklappen verbaut.

Nach diesem kleinen Rundgang sind wir nach Hause gefahren. Ich glaube, es hat ihm gefallen.

  1. 3 Responses to “Hannes unterwegs am Institut”

  2. Na also, wenn der kleine Hammel da nichts gelernt hat… Der macht sicher noch den Master bei euch ;)

    By rebel on Dez 2, 2009

  3. Cool! Ein Quadrokopter! Sowas wollte ich mir immer mal bauen, aber war mir dann doch etwas zu teuer. Was macht ihr mit dem?

    By Claude on Dez 2, 2009

  4. Der Quadrokopter bekommt, wie schon oben erwähnt, eine neue Elektronik eingebaut. Mit einem Mikrocontroller zum Auslesen der Sensoren (Beschleunigung- und Drehratensensoren, GPS, Luftdruck, Ultraschall, Ströme) und zum Ansteuern der vier Motoren und einem DSP als Rechenknecht. Es werden unterschiedliche Regelungen implementiert, welche die Position auch bei Wind Halten und ihn von Punkt zu Punkt fliegen lassen. Zudem werden verschiedene Methoden zur Fusionierung von Daten angewendet. Die einzelnen Sensoren liefern nur unzureichende Ergebnisse, aber alle zusammen können sehr gute und genaue Daten liefern.
    Auf Basis der alten Elektronik konnte der Quadrokopter schon bei Wind auf der Stelle stehen bleiben. Außerdem konnte man ihn in der Luft an einen anderen Ort ziehen von wo er automatisch zu seinem Ausgangspunkt zurückgeflogen ist.

    By schneckchen on Dez 4, 2009

Post a Comment